VBC Luzern – VBC Ebikon (H3)

Wenn ein Auswärtsspiel zu einem Heimspiel wird, spielt das Herren 3 des VBC Ebikon gegen den VBC Luzern, denn fünf von sieben Spielern der Ebikoner sind in der Stadt wohnhaft. Und die H3-Fans waren in der Bahnhofhalle auch zahlreicher zugegen als sonst im geliebten Zenti. In der Vergangenheit setzte es für das H3 gegen Luzern meist ärgerlich knappe Niederlagen ab. Dieses Mal sollte alles anders werden – nämlich, soviel vorweg, eine klare Niederlage. Denn die Luzerner sind mit ihrem oberklassigen Kader freiwillig in die Niederungen der 4. Liga runtergekommen. Die Tabelle sprach schon vor dem Spiel denn auch eine klare Sprache. Und das Einschlagen erweckte nicht den Eindruck des Gegenteils.

Dennoch startete das H3 guten Mutes ins Spiel und hielt wacker mit. Gegen Mitte des Satzes blitzte dann die Klasse der Gegner aus Luzern in ihrem Aufbau- und Angriffsspiel auf. Mit schnellem Kurzspiel und weiteren Finessen wurde der Block des H3 regelmässig ausgespielt und zagg-bum knallte der Ball bei den Ebikonern auf den Boden. Rasch verloren sie den Anschluss und den Satz mit 15:25.

Der zweite Satz verlief lange ausgeglichener. Die Gäste aus Ebikon verteidigten konzentrierter und hatten dann und wann auch mit reflexschnell ausgestreckten Armen das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite. Dies erlaubte es den Passeuren wiederum präziser zuzuspielen, womit der Angriff mehr Chancen zum Durchbruch hatte. Allerdings war gegen den starken Block und die massierte Verteidigung der Luzerner wenig auszurichten; das Erfolgsrezept war das Blockout und eine kurze Schwächephase des Gegners. Doch diese legte sich wieder, womit auch dieser Satz mit 17:25 an Luzern ging.

Der dritte Satz war schliesslich eine Kopie des ersten Satzes. Trotz voller Ausbeute an Time-Outs und lautstarker Unterstützung der zahlreichen H3-Fans (ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!), reichte es für das H3 aus Ebikon leider nicht über 15 Punkte hinaus. Zu statisch war die Blockarbeit der Rontaler, zu präzis und zu variabel waren die Smashes der Luzerner, als dass das H3 noch entscheidende Impulse setzen konnte.

Und nächstes Mal gewinnen sie wieder.

Daniel Heer, Trainer Herren 3